Mit dem Innovationswettbewerb »Systems: Think Forward« suchte das Unternehmen neue kreative Lösungen für die Innenbeschattung. Hochschulen und Studenten aus aller Welt waren aufgerufen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Unter den 21 eingereichten Arbeiten aus der Schweiz, Deutschland, Schweden, den Niederlanden sowie aus Australien und Taiwan fanden sich bemerkenswert kreative Ideen, aufwändig konstruierte Modelle und raffinierte Lösungsansätze.
In der alten Zettlerei von Création Baumann drehten sich textile Kaleidoskope neben leuchtenden Sichtschutzelementen und Vorhänge schienen auf Glas zu schweben, während andere ihre Fliehkraft unter Beweis stellten. Letztlich konnten vier Projekte die Jury überzeugen.
Der 1. Preis im Wert von 7.000,- EUR ging an die Eindhoven University of Technology. Mit »Shadowtricks« schuf Vinken Teun ein ästhetisches Objekt aus drei textilen, beweglichen Kreisen. Es wird durch Saugnäpfe am Fenster angebracht. Kleine Motoren, die auf die Intensität des Sonnenlichts reagieren, schieben die Kreise übereinander oder fächern sie auf, je nachdem wie viel Blendschutz benötigt wird. »Shadowtricks« zeigt neben der praktischen Anwendung auch eine poetische Komponente. Wie eine Kunstinstallation nimmt das Objekt Bezug auf den Tagesablauf und verändert je nach Lichtverhältnissen sein Aussehen. Schließlich zieht sich das Objekt zusammen, sobald es dunkel wird.
Das Projekt »Attraction« (rechts) von Anne Scheler, Studentin an der Hochschule Wismar, wurde mit dem 2. Preis in Höhe von 5.000,- EUR ausgezeichnet.
Das Prinzip ist bestechend einfach: Ein Vorhang wird mit Magnete zwischen zwei unscheinbaren Metallstrips gehalten.
Er lässt sich von allen Seiten öffnen und so auf unterschiedlichste Weise am Fenster anbringen.
Die Jury überzeugte die simple und raffinierte Idee, die dem Material entgegen kommt und die das Textil erlebbar macht.
Mit »Punctum« gewannen Yvonne Fürst und Benedikt Steiner von der Hochschule Luzern den 3. Preis (3.000,- EUR). Ein weisser Tüllvorhang wird mit grünen Silikonklebern ans Fenster geheftet und lässt sich kinderleicht und flexibel drapieren. Die Technik wird gleichzeitig zu einem ästhetischen Element. Die einzelnen Befestigungspunkte integrieren und verteilen sich dekorativ im Textil.
Einen Spezialpreis in Höhe von 1.000,- EUR gewann das interaktive Projekt »Colourboom« von Marian Müller. Der Student der Hochschule Wismar warf das textile Objekt in einem Video schwungvoll an eine Glasscheibe, dort haftet es mit den eingebauten Saugnäpfen. »Colourboom« ist ein humorvolles, lässiges Produkt, so die Jury, das durch seine Funktionalität überzeugt. Das Objekt gleicht einem schattenspendendem Falter, der überall mitgenommen werden kann.
Der mit insgesamt 16.000,- Euro dotierte, international ausgeschriebene Wettbewerb richtete sich an Hoch- und Fachhochschulen für Design, Gestaltung, Architektur und Innenarchitektur. Die Projekte konnten als Semesterarbeiten in der Gruppe oder in Einzelarbeit entwickelt werden und wurden durch eine Fachjury, bestehend aus Dieter Eschmann, Innendekorateur und Inhaber von Eschmann Inneneinrichtung aus Kilchberg, René Hofmann, Product Manager bei Création Baumann, Bernd Hollin, Architekt von Hollin + Radoske Architekten aus Frankfurt a.M., Lars Quadejacob, Chefredakteur des Designmagazins design report und Benjamin Thut, Designer und Geschäftsführer von Thut Möbel, unter Vorsitz von Philippe Baumann bewertet und prämiert.
















